Der Begriff der Salsa stammt aus dem Spanischen von "Soße" und bezeichnet eine lateinamerikanische Musikrichtung und einen Tanzstil.
Es ist eine Mischung verschiedener Karibischen Rhythmen. Stark vom Mambo und Kubanischen Son beeinflusst, entstand die "Salsa" Lateinamerkanischem
Viertel "El Barrio" die Salsa ist eine aufregende und äußerst lebendigen Musikrichtung.
Die Verwirrung über die verschiedenen Arten der Latino- und Afro-Karibischen Musik beruht weniger auf wirklichen Unterschiedenen als auf Vermarktungsstrategien. Nach der Revolution '59 gingen viele kubanische Musiker nach Amerika ins Exil. Damit begann eine unterschiedliche Entwicklung in den beiden Ländern. Diese Trennung verursachte eine leidenschaftliche Diskussion um die Bezeichnung der kubanischen Musik in den USA.
Mambo Cubano: The Golden Age of Cuban Music 1940-1960
Mambo bezeichnet eine Musikart, die sich nach 1930 in Kuba entwickelt hat und den dazugehörigen Tanz, der parallel zur Musik entstand. Der Begriff Mambo wurde erstmals 1931 als Titel eines Stückes von Orestes López (dem Bruder von Israel „Cachao“ López) verwendet. Ursprünglich bezeichnet das vermutlich kreolische Wort Mambo ein „religiöses Gespräch“ (insbesondere ein Gebet) oder eine heilige Handlung. Es stammt aus dem afrikanisch geprägten Kuba.
Der Kubanische Stil bezeichnet einen Tanzstil der Salsa, auch "Casino"
oder "De la calle" (= span.: Straßen-)Stil genannt.
Die unterschiedlichen Benennungen sollen bereits auf die Herkunft der kubanischen Salsa hinweisen: sie war sowohl in den vornehmen Casinos
und Cabarets Havannas zu Hause wie auch in den Barrios und den ländlichen Gebieten der Insel. Dabei steht die kubanische Salsa in dem Dilemma, dass
es in den 70er Jahren, als die Salsa entstand, schon keine Casinos und
Cabarets in Kuba mehr gab. Diese wurden überwiegend von der kubanischen Oberschicht und den US-amerikanischen Touristen besucht und nach der kubanischen Revolution 1959 abgeschafft.
Von daher lässt sich nicht zwischen einem kubanischen "Casino-" oder einem "De la Calle-Stil" unterscheiden. Die kubanische Salsa wirkt eher spielerisch, rhythmisch und lebendig und hat keine klare Ausrichtung. Sie ist gewissermaßen "hemdsärmlig" und wenig reglementiert. Dennoch gibt es für die verschiedenen, teilweise äußerst komplizierten und verwirrenden Figuren diverse Grundschritt-Kombinationen, die beherrscht werden müssen, um diese Figuren korrekt ausführen zu können.
Im Gegensatz zu den US-amerikanischen Stilen New York Style und
L. A. Style beginnt der Mann mit dem rechten Fuß. (Vorher wird auf 8 allerdings vom linken Fuß eine Art Auftakt getanzt).
Das wesentliche Merkmal des kubanischen Stils sind die Drehungen des Tanzpaares um einen gemeinsamen Mittelpunkt. Außerdem wird die Frau vom Partner fast nie losgelassen, was ihr relativ wenig Freiraum für eigene Interpretationen im Tanz lässt.
Die normalen Tanzschritte beginnen auf dem ersten Schlag des Taktes: 1,2,3,-,5,6,7,-. Der 4. und 8. Schlag bestehen aus einer Pause, in die manchmal ein Tap gesetzt wird, der aber oft für den Betrachter, gerade bei sehr schnellen Stücken, kaum sichtbar ist und der Akzentuierung des Tanzrhythmus dient. Die Schritte können aber auch auf dem 2. oder der 3. Taktschlag beginnen
(siehe unten).
Getanzt werden die Schritte entweder vor und zurück, besonders bei Europäern und Nord-Amerikanern, oder zur Seite hin, besonders bei Lateinamerikanern. In letzterem Fall werden die Schritte auch zusätzlich nach hinten getanzt. Der kubanische Stil und der New-York-Stil, bzw. Puerto-Rico-Stil werden in der US-amerikanischen und europäischen Salsa-Szene oft als Konkurrenz empfunden. Die Folge kann sein, dass ihre jeweiligen Vertreter beim gemeinsamen Tanz nur schwer zurechtkommen.
Rueda de Casino
Salsa als Tanz heißt in Kuba Casino. Diese Bezeichnung kommt von der "Rueda del Casino", dem Roulette-Rad, einer Formation, die aus mehreren Paaren besteht, die von einem Führer ange-leitet werden und verschiedene Figuren ausführen sowie die Partner tauschen. Dieser Tanz stammt vom französischen Contradanza, der im 18. Jahrhundert modern und vor allem auf den Bällen der kubanischen High-Society sehr beliebt war.
Um Rueda de Casino tanzen zu können braucht man mindestens zwei Paare, es können aber bis zu zwanzig oder sogar dreißig Paare teilnehmen. Die Männer müssen die Schritte und Drehungen beherrschen, da einer von ihnen den Tanz anführen muss. Als Anführer muss man nicht unbedingt komplizierte Figuren und Drehungen beherrschen. Ein guter Führer zeichnet sich dadurch aus, dass er klare und abwechslungsreiche Anweisungen an die Tänzer gibt und seine Anweisungen mit kleinen Kommentaren oder Geschichten ausschmückt, die die Rueda zu einem dynamischen und spannenden Erlebnis werden lassen.